Prozess

Meilensteine Planung

Die Entwicklung des Bahnhofsareals Lenzburg erfolgt in mehreren Planungsschritten, die eine hohe Qualität sicherstellen. Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Etappen der Planung. 
2020/21

Testplanung

Mehrere Planungsteams erarbeiteten Lösungsansätze für das zukünftige Bahnhofsareal. 
2022

Entwicklungsrichtplan

Die langfristigen Ziele und Leitlinien für die Entwicklung des Areals wurden definiert.
2023–25

Richtprojekte B-D

Als Grundlage für die Gestaltungspläne und das Wettbewerbsverfahren wurden Projekte für die Teilgebiete Bahnhofsplatz/Grüne Pause und das Wohnquartier entworfen.
2026/27

Gestaltungsplanverfahren

Auf Basis der Richtprojekte wird die rechtliche Grundlage für die Entwicklung geschaffen. 
ab Ende 2027

Qualitätssichernde Planung

Auf Basis des Gestaltungsplans arbeiten mehrere Architekturteams Projekte für die verschiedenen Teilgebiete aus.
ab 2027

Baustart Bahnanlage und Inbetriebnahme Provisorien



Hinweis: Die Bahnanlage unterliegt einem separaten Bewilligungsverfahren und ist nicht Teil der kommunalen Gestaltungsplanung. Die zuständige Behörde ist das Bundesamt für Verkehr (BAV). 

Wann welche Teilgebiete umgesetzt werden, erfahren Sie hier
Beteiligte

Das sind die Beteiligten – ein Überblick

Sieben Projektbeteiligte, darunter die Stadt Lenzburg, der Kanton Aargau, die SBB, die Post und lokale Unternehmen, entwickeln gemeinsam das Bahnhofsareal Lenzburg. Diese Zusammenarbeit erlaubt es, das Gebiet umfassend zu betrachten und die Teilbereiche aufeinander abzustimmen.
«Erst in der intensiven Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ansprüchen entstand ein Projekt, das nicht als Kompromiss, sondern als Mehrwert überzeugt.»
Alessandro Savioni, ehemaliger Abteilungsleiter Stadtplanung & Hochbau

Stadt Lenzburg

Die Stadt Lenzburg setzt die Grüne Pause um. Gemeinsam mit dem Kanton Aargau finanziert sie den Bushof und beteiligt sich an der zusätzlichen Personenunterführung West, die ein Anliegen der Bevölkerung war. Darüber hinaus koordiniert sie den Austausch mit den Projektbeteiligten und organisiert Informationsveranstaltungen für die Politik sowie die Bevölkerung. Ausserdem bereitet sie die politischen Entscheide vor und stellt sicher, dass das Projekt den städtischen Zielen entspricht.

Kanton Aargau

Der Kanton Aargau fördert zusammen mit den Gemeinden den öffentlichen Verkehr. Der Bahnhof Lenzburg nimmt als ÖV-Drehscheibe von kantonaler Bedeutung eine wichtige Rolle in der Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel ein und stellt den Zugang zum übergeordneten Bahnnetz her. Zudem koordiniert der Kanton die Abstimmung von Verkehr und Siedlungsentwicklung – im kantonalen Richtplan ist festgehalten, dass Bahnhofsgebiete aufzuwerten und vielfältig zu nutzen sind.

SBB Infrastruktur

SBB Infrastruktur baut im Auftrag des Bundesamts für Verkehr die Bahnanlagen aus. Diese gehören zur nationalen Eisenbahninfrastruktur und werden vom Bund geregelt und finanziert. Die Planung und Umsetzung des Teilgebiets erfolgt deshalb im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens gemäss Eisenbahngesetz. 

SBB Immobilien

SBB Immobilien entwickelt und realisiert das neue Bahnhofsgebäude (Teilgebiet B) als zentralen Knotenpunkt. Im Osten (Teilgebiet D) ergänzt sie das Areal mit einem Wohn- und Geschäftshaus direkt am Park.

Bauherrinnen im Teilgebiet C

Post Immobilien, die Grundmann Bau AG aus Suhr und die Eigentümerfamilie Widmer aus Lenzburg gestalten als Bauherrinnen das Teilgebiet C. Zusammen entwickeln sie das Bahnhofsquartier weiter. Die Postfiliale bleibt weiterhin im Bahnhofsquartier. 
Mitwirkung

Teilhaben und informiert bleiben

Der neue Bahnhof entsteht gemeinsam mit den Lenzburger und Lenzburgerinnen. Sowohl die Bevölkerung als auch die Politik sind in die Entwicklung eingebunden. Die Politik begleitet den Prozess eng, und die Bevölkerung kann sich in bestimmten Planungsphasen aktiv einbringen. Um den Dialog sicherzustellen, haben die Projektbeteiligten gemeinsam das Büro s2r beauftragt, das auf soziale Nachhaltigkeit in baulichen Transformationsprozessen spezialisiert ist.

Mitwirkung Gestaltungspläne

Beim Gestaltungsplanverfahren ist das Mitwirkungsverfahren und die öffentliche Auflage gesetzlich vorgeschrieben. Die Mitwirkung zu den Gestaltungsplänen des Bahnhofs Lenzburg beginnt voraussichtlich mit der Informationsveranstaltung im ersten Halbjahr 2026. Danach liegen die Unterlagen 30 Tage auf. Die Lenzburger Bevölkerung ist eingeladen, über die Mitwirkungs-Website der Stadt Rückmeldungen zum Projekt einzureichen. Diese fliessen, soweit möglich, in die Überarbeitung der Dokumente ein und werden im Mitwirkungsbericht veröffentlicht.   

Kanäle für den Dialog

Website, Newsletter, Informationsveranstaltungen und ein direkter E-Mail-Kontakt für die Entwicklung des Bahnhofgebiets sorgen dafür, dass alle Interessierten informiert bleiben und der Dialog während des gesamten Planungsprozesses geöffnet ist. 

Partizipation Grüne Pause

Die Bevölkerung wird nicht nur über das Mitwirkungsverfahren zu den Gestaltungsplänen, Informationsveranstaltungen und Kommunikationskanäle in den Planungsprozess einbezogen. Für die Grüne Pause gibt es zusätzlich ein Partizipationsverfahren und 2026 einen Workshop, an dem die Bedürfnisse und Ideen zur Gestaltung des Parks sowie Ideen zur Nutzung der Villa Langenbach gesammelt werden.

Interessierte können sich gerne beim Büro s2r melden, welches das Partizipationsverfahren organisiert: info@ankunft-lenzburg.ch.

Rückblick: Bisherige Mitwirkung

Die Beteiligung der Öffentlichkeit hat bereits in mehreren Phasen stattgefunden:
  • Entwicklungsrichtplan: Nach der Testplanung wurde der Richtplan im Rahmen eines öffentlichen Mitwirkungsverfahrens vorgestellt. An einer Informationsveranstaltung konnten Interessierte Rückmeldungen geben.
  • Richtprojekt: Die Begleitkommission Bahnhof unterstützte die Stadt Lenzburg beratend bei der Erstellung des Richtsprojektes. Die Mitglieder brachten die Interessen der Parteien, von wichtigen lokalen Institutionen sowie von Nachbargemeinden mit in die Planung. Ende 2024 wurde die Begleitkommission Bahnhof aufgelöst und in eine Planungskommission überführt, ergänzt durch einen Echoraum für breitere Rückmeldungen. Hier erfahren Sie mehr über die Planungskommission.